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Gehören Sie zu den Einrichtungen, die bereits kultursensibel pflegen oder entsprechende Konzepte entwickelt haben?

Kultursensible Pflege-Datenbank

Unsere Datenbank soll in naher Zukunft repräsentativ abbilden, welche Einrichtungen aus Norddeutschland Erfahrungen mit kultursensibler Pflege gemacht haben.

Mitglied
ZePB HS Bremen 
Bezeichnung
 
Name der Einrichtung / Schule
Zentrum für Pflegeforschung und Beratung Hochschule Bremen 
Abteilung
Fakultät für Gesellschaftswissenschaften 
Anschrift
Neustadtswall 30 
Bundesland
Bremen 
PLZ
28199 
Ort
Bremen 
Art der Einrichtung
Ausbildung 
Sonstige Einrichtung
Forschung 
Ansprechpartner
Prof. Dr. Monika Habermann; Dipl.-Geront. Maya Stagge 
E-Mail Adresse
Telefon
0421 5905 3774 oder 3781 
Homepage
www.zepb.de 
Interkulturelle Aktivitäten
Dissertationsprojekt Multikulturelle Teams in der Altenpflege

Hintergrund
Multikulturelle Teams in der Pflege sind bereits Realität und werden aufgrund des steigenden Pflegebedarfs zukünftig noch zahlreicher werden. Als bewohnernahe Einheit verantworten die Pflegeteams die Dienstleistung Pflege. Die Gesamtorganisation der Einrichtungen, die Träger sowie leistungsrechtliche und politische Verantwortliche gestalten die Rahmenbedingungen. Es liegen wenige Erkenntnisse zur Arbeit von multikulturellen Teams in der Altenpflege vor. Die verfügbaren, forschungsbasierten Quellen zeigen allerdings, dass in multikulturellen Teams Diskurse entfaltet werden können, in denen „Kultur“ und der „Migrationshintergrund“ zur wichtigen, teamrelevanten Zuschreibung werden. Kooperation im Team, Exklusion und Inklusion von Teammitgliedern wie auch die Auffassung von dem, was gelungene und qualitätsgerechte Pflege darstellt, können eine kulturbezogene Ausdeutung erfahren. Im Rahmen einer Promotion soll insbesondere die Frage beantwortet werden, wie die Zusammenarbeit in der Altenpflege in multikulturellen Teams aus der Innensicht wahrgenommen wird.
Zielsetzungen
Auf der Mikroebene soll vor allem die Innenperspektive multikultureller Teams in der Altenpflege erhellt werden. Hier stehen die Mitglieder der Teams mit ihren Problemen und Ressourcen im Vordergrund. Damit wird die Arbeit einen Beitrag zur Thematik der multikulturellen Teams leisten.
Die Ziele auf der Mesoebene richten sich insbesondere auf die Organisation. Anhand der zu erhebenden Innenperspektive sollen Handlungsempfehlungen zur kultursensiblen Organisations- und Personalentwicklung formuliert werden, welche vom Management zur Weiterentwicklung genutzt werden können.
Auf der Makroebene hat das Projekt vorrangig das Ziel einen Beitrag zur Versorgungsforschung im Sinne der Qualitätssicherung zu leisten und Ansätze für professionsbezogene und qualitätsgerechte Entscheidungen zur Verfügung zu stellen.
Methodische Vorgehensweise
Im Mittelpunkt der Arbeit steht eine explorative Querschnittsstudie auf der Basis eines Convenience-Sampling aus drei multikulturell zusammengesetzten Teams in Einrichtungen der stationären Altenpflege. Es wird angestrebt, jedes Mitglied dieser Teams zu befragen. Die Befragung findet anhand von teilstandardisierten Leitfadeninterviews statt, welche mit Zustimmung der TeilnehmerInnen auf Tonband aufgezeichnet und transkribiert werden. Anhand des transkribierten Materials wird eine Inhaltsanalyse mit Hilfe von Atlas.ti vorgenommen.
Erwartete Ergebnisse und deren Relevanz
Die Arbeit soll eine exemplarische Bestandsaufnahme der Situation in multikulturellen Teams in der Altenpflege liefern, einen Beitrag zur Erweiterung des interkulturellen Diskurses leisten und neue Aspekte der Qualitätssicherung in der Versorgungsforschung eröffnen.
Daten über das interkulturelle Setting in der Pflege und eine Erweiterung des interkulturellen Diskurses werden als unbedingt notwendig erachtet, da multikulturelle Teams zukünftig immer zahlreicher werden und in der (Alten-)Pflege kaum untersucht sind. Darüber hinaus müssen interkulturelle Verständigungsproblematiken aus versorgungspolitischer Sicht dringend konzeptionalisiert werden. Desweiteren wird die Studie die Möglichkeit zur Hypothesengenerierung für eine umfassende, quantitative Studie bieten, welche aufgrund der mangelhaften Datenlage unbedingt notwendig ist, um professionsgerechte Entscheidungen treffen zu können.

Publikationen und Präsentationen

Stagge M. (2012) Multikulturelle Teams in der Altenpflege aus der Innensicht. Vortrag auf dem Internationalen Soziologiekongress 2012 "Gesundheitsberufe im Wandel" Handlungsfelder, Zusammenarbeit und professionelles Selbstverständnis im Kontext von organisatorischen und gesellschaftlichen Veränderungen am 01./02.06.2012 in Winterthur. (Programm unter http://ocs.sfu.ca/hpt/index.php/soh/hpt)

Stagge M (2012) Multikulturelle Teams in der Altenpflege. Vortrag auf der Veranstaltung: Erfahrungsaustausch / Netzwerktreffen 2012 „Älter werden in der Pflege“ in Kooperation mit der St. Franziskus-Stiftung, Münster: Pflege von und für Menschen mit Migrationshintergrund – Herausforderungen und Chancen am 03.05.2012 im Marienhaus der St. Franziskus-Stiftung Münster (für Programm hier klicken)

Stagge M (2012) Die Rolle kultureller Unterschiede in multikulturellen Teams in der Altenpflege. Vortrag auf dem 14. Arbeitstreffen des Netzwerks „Gesundheit und Kultur in der volkskundlichen Forschung" am 22./23.03.2012 in Göttingen

Habermann M, Stagge M (2011) Multikulturelle Teams - wie funktioniert das? Vortrag auf der Veranstaltung "Fachkräftemangel in der Pflege" der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Nds. e. V. in Hannover, 23.06.2011


Habermann M, Stagge M (2010) Nurse Migration: Challenge for the profession and health care systems. Das Original ist verfügbar unter www.springerlink.com. In: Journal of Public Health, Vol. 18, No. 1, S. 43-51

Habermann M, Stagge M (2009): Nurse Migration: Challenge for the provision of health care. Posterpräsentation auf dem 12th World Congress on Public Health, Istanbul/Türkei, 29.04.2009.

Finanzierung
Hochschule Bremen (08/2009-09/2012)

Kooperationspartner
Universität Vechta, Institut für Gerontologie  
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